Am Kollegium St. Michael Zug legen wir grossen Wert auf eine lebendige und fundierte Sprachvermittlung. Seit diesem Schuljahr verstärkt Anna Giger als Fachlehrerin Englisch auf der Sekundarstufe I unser Team. Als native Speaker bringt sie einen frischen Blick auf den Sprachunterricht – abwechslungsreich, lebendig und mit viel Engagement für Sprache und Lernen.
Was hat Sie in die Schweiz – und ans Kollegium St. Michael – geführt?
Im Jahr 2023 sind meine Familie und ich von Schweden in die Schweiz gezogen. Mein Mann ist halb Schweizer und das war für uns als Familie eine grossartige Gelegenheit, mit unseren drei Kindern hierher zu ziehen. So erhalten sie die Möglichkeit, die Sprache zu lernen und das Land sowie die Kultur kennenzulernen. In den ersten Jahren in der Schweiz habe ich selbst Deutsch gelernt und ein Studium im Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung aufgenommen, das ich ausserordentlich spannend finde.
Schon früh hatte ich Kontakt zum Kollegium St. Michael und war beeindruckt von der professionellen und zugleich herzlichen Atmosphäre. Der ganzheitliche Ansatz und der unterstützende Umgang mit den Schülerinnen und Schülern haben mich besonders überzeugt. Nachdem ich mein Schweizer Lehrdiplom erworben hatte, war ich sehr geehrt über das Angebot, hier Englisch zu unterrichten. Ich freue mich , an einer Schule tätig zu sein, die persönliches Wachstum ebenso fördert wie die akademische Entwicklung.
Was begeistert Sie am Unterrichten der englischen Sprache?
Das Unterrichten von Sprachen bereitet mir grosse Freude. Die Chancen, die sich durch das Beherrschen von Sprachen eröffnen, sind enorm. Es fasziniert mich, Teil dieses Entwicklungsprozesses der Schülerinnen und Schüler zu sein.
Über Sprache lassen sich viele Themen ansprechen. Am Englischunterricht begeistert mich besonders, wenn der Spracherwerb mit realitätsnahen und relevanten Themen verbunden ist, die die Schülerinnen und Schüler so sehr fesseln, dass sie gar nicht merken, dass sie gerade eine Sprache lernen – weil sie sich mit einem Thema beschäftigen, das sie interessiert. Durch meine langjährige Erfahrung im fächerübergreifenden Unterricht weiss ich, dass dies eine hervorragende Methode ist, um die Sprachentwicklung zu fördern.
Was sind die Vorteile, wenn Kinder von einer muttersprachlichen Lehrperson unterrichtet werden?
Schülerinnen und Schüler profitieren sowohl von muttersprachlichen als auch von nicht-muttersprachlichen Lehrpersonen. Muttersprachliche Lehrpersonen bieten authentisches Englisch und ermöglichen den Schülerinnen und Schülern reale Kommunikation mit einer englischen Muttersprachlerin oder einem Muttersprachler. Die Tatsache, dass sie nicht auf ihre Muttersprache ausweichen können, fordert sie dazu heraus, das anzuwenden, was sie bereits in der Fremdsprache können.
Nicht-muttersprachliche Lehrpersonen hingegen haben ein tieferes Verständnis für Zweitsprachenlernende und bringen hervorragende Strategien für den Spracherwerb mit. Sie verfügen über fundierte Kenntnisse in der Grammatikvermittlung und können bei Bedarf in der Muttersprache erklären – auch das ist sehr hilfreich.
Mit unserem aktuellen Co-Teaching-Modell (eine muttersprachliche und eine nicht-muttersprachliche Lehrperson) können wir am Kollegium St. Michael beide Stärken kombinieren und den Schülerinnen und Schülern eine qualitativ hochwertige Englischbildung bieten.